Der Finswimming World Cup im französischen Aix‑en‑Provence zählt zu den bedeutendsten internationalen Wettbewerben im Flossenschwimmen. Athletinnen und Athleten aus zahlreichen Nationen – darunter Kolumbien, Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn, Polen, die Türkei und Deutschland – nutzten diesen Wettkampf zur internationalen Standortbestimmung auf dem Weg zu Europa‑ und Weltmeisterschaften.
Aus Sicht des Landestauchsportverbandes Sachsen‑Anhalt war der World Cup ein voller Erfolg: Sportlerinnen und Sportler unserer Mitgliedsvereine TC Harz und SSC Hallepräsentierten sich im internationalen Spitzenfeld mit starken Leistungen, großem Teamgeist und beeindruckender Entwicklung.
Das Team aus Sachsen‑Anhalt setzte sich aus den TC‑Harz‑Athleten Noah Dalichow, Jan Henrik Hass und Marnie Weißenborn sowie den Sportlern Paul Gaudig und Jakob Reinicke vom SSC Halle zusammen. Betreut wurde die Mannschaft von Landestrainer Holger Dalichow. Abseits der Wettkämpfe fand das Team in einer gemeinsamen Ferienwohnung im historischen Zentrum von Aix‑en‑Provence Ruhe und Zusammenhalt – ein Faktor, der sich positiv auf die sportlichen Leistungen auswirkte.
Herausragende Einzelleistungen und persönliche Rekorde
Für einen sportlichen Höhepunkt sorgte Noah Dalichow (TC Harz) über 50 m Apnoe. Mit einer Zeit von 15,78 Sekunden stellte er einen neuen Vereinsrekord auf und untermauerte eindrucksvoll seine Position unter den schnellsten Apnoe‑Schwimmern Deutschlands.
Marnie Weißenborn (TC Harz) überzeugte als wahre „Bestzeiten‑Maschine“: Bei jedem Start verbesserte sie ihre persönlichen Rekorde teils deutlich und zeigte bei ihrem ersten Auftritt in der Erwachsenenklasse einen vielversprechenden Anschluss an die internationale Spitze.
Nach längerer Wettkampfpause kehrte Jan Henrik Hass (TC Harz) auf die internationale Bühne zurück. Trotz fehlender Wettkampfroutine schwamm er bereits nahe an seine früheren Bestleistungen heran und bewies seine Konkurrenzfähigkeit.
Erfolgreicher internationaler Einstand für den SSC Halle
Besonders erfreulich aus Verbandssicht war der Auftritt der Nachwuchsathleten des SSC Halle. Jakob Reinicke (Jahrgang 2011) bestritt seinen ersten internationalen Wettkampf und gewann direkt einen kompletten Medaillensatz:
- Bronze über 50 m BiFins,
- Gold über 50 m Apnoe in 17,03 Sekunden,
- Silber über 50 m Flossenschwimmen in 18,76 Sekunden.
Ein emotionaler Moment vor dem Apnoe‑Start – eine nicht zertifizierte Monoflosse – wurde durch sportliche Solidarität innerhalb des Teams gelöst, was den besonderen Zusammenhalt der sachsen‑anhaltischen Athleten eindrucksvoll unterstrich.
Paul Gaudig (SSC Halle) nutzte den World Cup gezielt zur Vorbereitung auf die Jugend‑Europameisterschaft. Auf allen Strecken erfüllte er die geforderten JEM‑Normzeiten, platzierte sich durchweg in den Top Ten und bestätigte mit einer neuen persönlichen Bestzeit über 50 m Flossenschwimmen (17,93 Sekunden, Platz 7) seinen starken internationalen Leistungsstand.
Fazit des Landestauchsportverbandes
Der World Cup in Aix‑en‑Provence war für den Landestauchsportverband Sachsen‑Anhalt weit mehr als ein einzelner Wettkampf. Er zeigte die hohe Qualität der Vereinsarbeit im TC Harz und im SSC Halle, die erfolgreiche Zusammenarbeit auf Landesebene und das große sportliche Potenzial unserer Athletinnen und Athleten.
Landestrainer Holger Dalichow zog ein positives Fazit:
„Herzlichen Glückwunsch an die Sportlerinnen, Sportler und Trainer zu diesen herausragenden Ergebnissen. Wenn alle gesund bleiben, sind sie mit diesen Leistungen bestens für die anstehenden Deutschen Meisterschaften und die internationalen Aufgaben vorbereitet.“
Mit diesen starken Auftritten blickt der Landestauchsportverband Sachsen‑Anhalt optimistisch auf die kommenden nationalen Titelkämpfe und die anstehenden internationalen Nominierungen.
